christian behrens hat vor ein paar wochen seine master arbeit präsentiert. titel der arbeit ist “The Form of Facts and Figures” – Design Patterns for Interactive Information Visualization. er hat verschiedenste arten von informationsvisualisierungen recherchiert und katalogisiert. als ergebnis der arbeit ist ein wundervolles buch entstanden, was es hoffentlich bald auch zu kaufen gibt. zusätzlich zum buch wurde noch einen pattern browser geschaffen, der wohl in zukunft noch ausgebaut wird.
ich bin mir nicht ganz sicher, ob obiges video von mattias ljungström stammt, aber an der fh potsdam entsteht im game design kurs derzeit genau das gleiche.
man nehme processing.js, spidermonkey, das iphone sdk und natürlich eine gehörige portion hirn und schon hat man processing auf dem iphone.
ich hoffe mattias veröffentlicht den code sobald das einigermaßen stabil läuft.
gleich zwei neue shields kommen für arduino raus. beide extrem interessant.
little bird brain ist ein wifi shield, das noch viel mehr kann als sich nur in ein wlan zu hängen. es unterstützt gleich mal alle gängigen protokolle und ist mit einem webserver (1,2 MB platz) und telnet login ausgestattet. damit kann man nun auch arduino online fähigkeiten beibringen ohne gleich einen ganzen rechner dranzuhängen. das shield kommt wohl mitte juni für den stolzen preis von $ 245 raus. infos & bestellen
adafruit wave shield bietet die möglichkeit unkomprimierte audio-files abzuspielen. damit ist es möglich samples und musik mittels arduino abzuspielen. das shield ist für moderate $ 22 zu haben. zusammenbauen muss man es selber. lautpsrecher und sd-card (davon werden die samples gelesen) kommen auch nicht mit im paket, aber für den preis ist das auch nicht zu erwarten. infos & bestellen
john resig hat processing nach javascript portiert. damit ist es möglich processing code im browser laufen zu lassen. einige funktionen sind aber nur in firefox 3 und webkit nightly verfügbar. john hat dazu einen blogartikel verfasst und hat sich hier sogar die arbeit gemacht, die basic demos von processing zu übernehmen.
jvm/neckar hat für reclam eine komplett in processing realisierte webseite erstellt. auf der webseite werden in “döner-form” zitate bekannter autoren dargestellt, diese kann man als user sammeln und auch seinen eigenen döner zusammenstellen. die idee ist soweit ganz nett, der nutzen erschliesst sich mir noch nicht ganz. eine nette spielerei ist es allemal.
was aber viel interessanter ist, die webseite ist komplett in processing erstellt. es ist die erste webseite, die mir bekannt ist, die processing wirklich als informationsträger nutzt. ich werde oft gefragt, ob man denn processing auch für webdesign nutzen kann, bislang war meine antwort eigentlich immer, dass es nicht unbedingt sinnvoll ist und wohl flash die bessere wahl ist. und nach wie vor bin ich dieser meinung. processing verschwendet mit der virtuellen maschine viel zu viel systemressourcen und barrierefrei zu entwicklen ist noch unmöglicher als mit flash.
trotzdem interessant, dass eine große deutsche agentur mit einer relativ neuen technologie eine kommerzielle arbeit realisiert.
zach smith von nyc resistor hat ein arduino-shield zusammengebaut, das eine menge standard in- und outputs zusammenfasst (schiebe-potis, 7-strich display, leds, piezo-lautsprecher usw.). gedacht ist das ganze zum erlernen von arduino.
gleichzeitig finde ich es ganz interessant um mal schnell nen code zu testen oder ähnliches. der ganze spass ist opensource (inkl. eagle file).
derzeit liest und hört man ja überall vom tenori-on. ein musikinstrument entwickelt von toshio iwai und yu nishibori, vermaktet von yamaha. das instrument soll einen neuen und gleichzeitig spielerischen zugang zu musik ermöglichen. ich hatte vor kurzer zeit die möglichkeit das ding auf dem launch event im berliner berghain auszuprobieren. wenn auch nur kurz, da die schlange an den testgeräten kein ende nahmen, aber dennoch lange genug um einen ersten eindruck zu bekommen.
zu anfangs habe ich bezweifelt, dass die eingabe sehr intuitiv ist. aber zu meinem großen erstaunen erlernt man das ungewöhnliche interface doch innerhalb weniger minuten und findet sich zurecht auf dem gerät. die led-buttons erklären sich praktisch von selbst und auch die modi-wechsel und -einstellungen hat man schnell verinnerlicht.
das gerät bietet sicherlich einen neuen, ungewohnten zugang zu sequenzer-basierter musik. besonders die kombination verschiedener modi bringt einen auf rythmen und melodien, die in linearen sequenzern nicht naheliegend sind.
aber so hundertprozentig hat mich das gerät dennoch nicht überzeugt. einerseit fand ich das design des rahmens ein bisschen lieblos und auch das darin enthaltene display wirkt ein bisschen angestaubt. weiterhin vermisse ich die weiterführung des konzepts. warum ist z.b. kein beschleunigungssensor enthalten? das gerät ist dazu gebaut es in beiden händen zu halten, die bewegung im raum finde ich daher naheliegend. evtl. ist aber die 6-jährige entwicklungszeit[1] verantwortlich für das fehlen relativ neuer konzepte.
in jedem fall sollte man sich das gerät mal ankucken, es macht spass und wahrscheinlich auch nach kurzer zeit süchtig. und wäre der hohe preis von £629 (bis jetzt ausschliesslich in uk erhältlich) nicht, würde ich mir die spielerei sogar überlegen.
beim adc treffen war karl lagerfeld zu gast und hat sich den fragen von amir kassaei gestellt. wie immer sehr unterhaltsam der herr lagerfeld und mich beeindruckt ja immer die kombination aus total abgehobener wirkung und bodenständigem inhalt.
leider hat amir kassaei bisschen sehr viel ehrfurcht, sonst hätte das durchaus noch mehr hergegeben. trotzdem ankucken bei hobnox!