derzeit liest und hört man ja überall vom tenori-on. ein musikinstrument entwickelt von toshio iwai und yu nishibori, vermaktet von yamaha. das instrument soll einen neuen und gleichzeitig spielerischen zugang zu musik ermöglichen. ich hatte vor kurzer zeit die möglichkeit das ding auf dem launch event im berliner berghain auszuprobieren. wenn auch nur kurz, da die schlange an den testgeräten kein ende nahmen, aber dennoch lange genug um einen ersten eindruck zu bekommen.
zu anfangs habe ich bezweifelt, dass die eingabe sehr intuitiv ist. aber zu meinem großen erstaunen erlernt man das ungewöhnliche interface doch innerhalb weniger minuten und findet sich zurecht auf dem gerät. die led-buttons erklären sich praktisch von selbst und auch die modi-wechsel und -einstellungen hat man schnell verinnerlicht.
das gerät bietet sicherlich einen neuen, ungewohnten zugang zu sequenzer-basierter musik. besonders die kombination verschiedener modi bringt einen auf rythmen und melodien, die in linearen sequenzern nicht naheliegend sind.
aber so hundertprozentig hat mich das gerät dennoch nicht überzeugt. einerseit fand ich das design des rahmens ein bisschen lieblos und auch das darin enthaltene display wirkt ein bisschen angestaubt. weiterhin vermisse ich die weiterführung des konzepts. warum ist z.b. kein beschleunigungssensor enthalten? das gerät ist dazu gebaut es in beiden händen zu halten, die bewegung im raum finde ich daher naheliegend. evtl. ist aber die 6-jährige entwicklungszeit[1] verantwortlich für das fehlen relativ neuer konzepte.
in jedem fall sollte man sich das gerät mal ankucken, es macht spass und wahrscheinlich auch nach kurzer zeit süchtig. und wäre der hohe preis von £629 (bis jetzt ausschliesslich in uk erhältlich) nicht, würde ich mir die spielerei sogar überlegen.
